Der perfekte Ablaufplan für Ihren großen Tag

Styling, First Look, Trauung, Shooting… In einen Hochzeitstag passen viele schöne Momente. Aber welche Reihenfolge macht Sinn und wie lange dauert welcher Programmpunkt? Wir liefern Ihnen Timing-Tipps für ein harmonisches Fest. 

Das Styling
„Getting-ready“ – dass das Zurechtmachen am Hochzeitstag so genannt wird, hat gute Gründe: Während Frisur, Make-up und Look entstehen, wird vielen Bräuten (und Bräutigamen) erst klar, dass der große Tag endlich gekommen ist. Die Vorfreude steigt ins Unermessliche, aus dem Traum wird Wirklichkeit. Genießen Sie diesen einmaligen Moment und nehmen Sie sich Zeit: Zwei bis drei Stunden sind ideal, um sich ohne Hektik in eine Braut zu verwandeln.

Der Weg zur Zeremonie
Es mag unwichtig erscheinen, aber die Fahrt zur Traulocation hat schon so manches Brautpaar ins Schwitzen gebracht. Je nach Hochzeitsgefährt und Blumenschmuck auf dem Mobil sollten Sie schon im Vorfeld überschlagen, wie lange Sie in etwa unterwegs sein werden. Heiraten Sie freitags und ausgerechnet während des Feierabendverkehrs? Gibt es Baustellen? Oder ungeahnte Umwege? Im Zweifel: Probe fahren! Und lieber etwas zu viel als zu wenig Zeit einplanen. Dann können Sie sich gelassen auf den Weg machen.

Die Trauung
„Ja, ich will.“ Wo der Satz der Sätze fallen soll, entscheiden allein Sie: nur im Standesamt oder zusätzlich in der Kirche oder während einer freien Zeremonie? Immer mehr Paare bevorzugen Letzteres, aber auch die traditionelle Trauung vor Gott kommt nicht aus der Mode. Gut zu wissen: Die standesamtliche Eheschließung dauert etwa 20 Minuten, eine kirchliche oder freie Trauung, je nach Gestaltung, ein bis zwei Stunden. Standesbeamte, Pfarrer und Redner wissen mehr.

Der Empfang
Jetzt wird angestoßen! Beim Sektempfang haben Sie Gelegenheit, Ihre Gäste zu begrüßen und Gratulationen entgegenzunehmen. Hochzeitsplanerin Kerrin Wiesener: „Wie Sie Ihre Gäste empfangen und verabschieden, bleibt im Gedächtnis.“ Wann und wo die Einstimmung aufs Fest stattfinden soll, vermerkt man deshalb am besten schon in den Einladungen. Dauer? Maximal anderthalb Stunden. Sonst wird aus dem „Vorfeiern“ das große Warten.

EXTRA-TIPP: Sie rechnen mit einer überschaubaren Hochzeitsgesellschaft? Dann brauchen Sie grundsätzlich weniger Zeit für Tagespunkte und eventuelle Location-Wechsel. Genauso klar sollte sein: Bei vielen Gästen dauert alles länger. Planen Sie großzügig, damit sich niemand gehetzt fühlt.

Die Geschenkeübergabe
Zwischen Tür und Angel möchte niemand beschenken – oder beschenkt werden. Wann Zeit für eine persönliche Übergabe ist? Zum Beispiel während des Sektempfangs (vorausgesetzt, er findet schon an der Location statt). Ansonsten: zwischen Abendessen und Eröffnungstanz.

Die Paarfotos
Viele Paare stehen zum ersten Mal gemeinsam vor einer Kamera. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich dafür Zeit nehmen – und allein kommen. Für entspannte Porträtfotos sollte man mindestens sechzig Minuten einkalkulieren. Überlegen Sie also genau, wann der günstigste Moment ist, um die Hochzeitsgesellschaft so lange allein zu lassen.

Die Gruppenfotos
Mindestens eins muss sein! Hochzeitsfotografin Jennifer Hejna rät: „Gruppenfotos sollten nicht gleichzeitig mit den Paar-Aufnahmen gemacht werden. Das endet meistens unentspannt. Nach meiner Erfahrung ist die Zeit gegen Ende des Sektempfangs ideal, um alle zusammenzutrommeln.“ Länger als eine halbe Stunde, so Hejna, sollten Gruppenbilder aber nicht dauern. Zehn Gruppenfotos mit jeweils zehn Personen seien in dieser Zeit problemlos umsetzbar.  

Der Tortenanschnitt

Länger als ein paar Minuten dauert der Tortenanschnitt selten. Dennoch sollte wohl überlegt sein, wann man ihn in Szene setzt. Wenn schon alle auf der Tanzfläche sind? Ungünstig, sagen Hochzeitsexperten. Denn jede Unterbrechung nagt an der Partystimmung. Besser: nach dem Empfang oder Dinner – als Einstimmung aufs Dessert.  

Das Kaffeetrinken
Die obligatorische Tasse Kaffee, über die sich viele Gäste freuen, kann während oder kurz nach dem Empfang gereicht werden – abhängig davon, wo er stattfindet. Auch eine Idee: Kaffee und Tortenanschnitt zu einem Punkt zusammenlegen und die Reste der Torte später auf dem Dessert-Büfett arrangieren.

Das Dinner
Reine Geschmackssache, aber für viele Gäste das Highlight des Tages (nach der Trauung, versteht sich). Bei großen Hochzeitsgesellschaften bietet sich ein Büfett an: Der personelle Aufwand, der beim Service am Tisch nötig ist, wäre sonst immens. Tipp: Nicht alle Gäste gleichzeitig zum Essen stürmen lassen. Wer lange Schlangen vermeiden möchte, kann die Tische (zum Beispiel durch das Abspielen eines bestimmten Songs oder durch den DJ) einzeln aufrufen lassen. Ein entspanntes Dinner dauert schnell zwei Stunden.

Der Eröffnungstanz
Kein Muss, aber etwas, das vielen Paaren am Herzen liegt. Und worauf sich die Gäste freuen. DJ Markus Rosenbaum weiß: „Beim ersten Tanz geht es nicht um die Länge, sondern um die Signalwirkung. Theoretisch tun es auch 30 Sekunden. Einen Umfang von dreieinhalb bis vier Minuten sollte man allerdings nicht überschreiten.“ Der perfekte Zeitpunkt, so der Hochzeitskenner, sei dann, wenn alle Programmpunkte und Reden erledigt seien. „Nach dem Eröffnungstanz sollte die Feier eigentlich nicht mehr unterbrochen werden, höchstens noch für den Brautstraußwurf und den Mitternachtssnack.

Der Mitternachtssnack
Das Abendessen liegt um zwölf Uhr nachts meist schon Stunden zurück – viele Gäste haben Hunger. Bitten Sie Ihren Caterer, einen kleinen deftigen Snack (zum Beispiel Suppe und Brot, Currywurst oder Pommes Frites) zu reichen. Dann kann die Feier noch Stunden weitergehen! 
Kategorie:  Hochzeits-Locations,  Organisation & Planung Keywords: Ablaufplan Hochzeit, Ablauf Hochzeit, Programmpunkte Hochzeit, heiraten, Fotoshooting, Hochzeitsfotograf, Paarfotos
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