Die klassischen Aufgaben des Bräutigams

Bräutigam, Gruppenfoto, Anzug

Foto: Maaike van Haaster

Einige Aufgaben in der Hochzeitsplanung werden traditionell vom Bräutigam übernommen. Hier zeigen wir euch, welche Punkte auf der hochzeitlichen To-do-Liste seitens des Bräutigams nicht fehlen dürfen und was dabei zu beachten ist.

1. Hochzeitsauto

Ein gutes halbes Jahr vor dem großen Tag dürft ihr euch mit der Wahl des Hochzeitsgefährts beschäftigen. Fahrt gemeinsam zu eurer Hochzeitslocation oder getrennt voneinander? Wenn ihr einzeln fahrt, solltet ihr daran denken, zwei Wagen mit Chauffeur zu organisieren. Bei der Größe des Wagens achtet darauf, dass eure Zukünftige ohne Probleme Platz darin hat, auch wenn sie ein weit ausgestelltes Hochzeitskleid tragen sollte.

2. Hochzeitsanzug

Spätestens vier Wochen vor der Hochzeit solltest du dich auf die Suche nach deinem Hochzeitsanzug begeben. Wichtig ist hier das Feintuning, denn die Farben von Anzug, Oberhemd, Weste, Krawatte, Fliege oder Plastron sollten zum Outfit der Braut passen. Frage nach einer Stoffprobe des Brautkleides, die du zum Kauf mitnehmen könntest. Oder noch besser: Deine Braut schickt deinem Trauzeugen ein Foto von ihrem Hochzeitskleid und kommt mit zu deiner Beratung.

3. Honeymoon

Planung und Buchung der Flitterwochen fallen klassischerweise dem Bräutigam zu. Da viele Bräute die Organisation dieses besonderen Urlaubs ungern aus der Hand geben, raten wir euch: Einige dich vorher mit deiner Liebsten auf ein Ziel, Dauer und Datum. Die weiteren Details, also die Wahl eines luxuriösen Hotels oder kleine Überraschungen wie gemeinsame Spa-Behandlungen, organisierst du allein.

4. Morgengabe

Die Morgengabe ist ein Brauch, nach dem du deiner Braut am Morgen nach der Hochzeitsnacht ein kleines Geschenk machst. Heute wird die moderne Braut meist schon am Hochzeitsmorgen mit einer kleinen Aufmerksamkeit überrascht. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gravierten Schmuckstück?

5. Blumen

Keine Angst, du müsst dich nicht um die gesamte Blumendekoration kümmern. Früher war es zwar üblich, dass der Bräutigam den Brautstrauß auswählt. Aber heute ist das die Sache der Braut. Du solltest (nur) den Strauß der Braut am Hochzeitsmorgen beim Floristen abholen. Überreiche die Blumen deiner Braut, wenn ihr euch vor der Trauung das erste Mal als Braut und Bräutigam seht, oder gebe ihn an die Trauzeugin oder Brautmutter weiter, wenn du vor dem Altar auf deine Braut wartest.

6. Trauringe

Die Eheringe mitzubringen ist Aufgabe des Bräutigams und darf natürlich nicht vergessen werden. Lege dir die Trauringe schon am Vorabend gut sichtbar parat und mache dir eine Notiz auf deinem Smartphone. Doppelt hält besser: Lasse dich zusätzlich von deinen Trauzeugen daran erinnern, die Ringe einzustecken oder gebe diese Verantwortung direkt an ihn ab.

7. Zeremonie

Damit du nicht zu lange allein vorne warten musst, begrüße erst eure Gäste und trete maximal fünf Minuten vor Beginn der Trauung an den Altar. Falls sich die Braut verspätet, plaudre noch mit euren Gästen und bewahre Ruhe. Schließlich ist es schon fast Tradition, dass die Braut zu spät kommt. Wenn du dich dafür entscheidest, gemeinsam mit deiner Braut einzuziehen, läuft sie üblicherweise links. Nach der Trauung dreht ihr euch einfach um.

8. Rede

Die erste Rede hält normalerweise der Bräutigam, um die Gäste zu begrüßen. Indem du kurz erzählst, wie die unterschiedlichen Gäste zum Brautpaar stehen, schaffst du eine gute Grundlage für spätere Unterhaltungen. Beherzige das Motto „In der Kürze liegt die Würze“ und halte deine Rede mit ungefähr fünf Minuten kurz und knackig. Damit alles glattläuft, ist es ratsam, vorher etwas zu üben. Außerdem ist es hilfreich, die Rede stichwortartig zu notieren. Hier findest du weitere Tipps und Formulierungsbeispiele für die Hochzeitsrede.

9. Trinkgeld

Deine letzte offizielle Aufgabe am Hochzeitstag ist es, das Trinkgeld zu geben. Die Rechnung für Location, Musiker und Fotograf wird üblicherweise nicht am Abend der Hochzeit bezahlt, sofern ihr mit den Dienstleistern vorab nichts Anderes besprochen haben. Für Trinkgelder oder die Kirchen-Kollekte solltest du in jedem Fall ausreichend Bares zur Hand haben.