Hochzeits-Stornierung: Wer bleibt auf den Kosten sitzen?

Weltweit müssen Veranstaltungen und Events wegen Covid-19, besser bekannt als Coronavirus, abgesagt werden. Viele Brautpaare fragen sich nun: „Was ist mit unserer Hochzeit? Und was passiert bei einer Stornierung mit den Kosten?“. Da die Verunsicherung auch von Seiten der Hochzeitsgäste derzeit groß ist, empfiehlt der „Bund deutscher Hochzeitsplaner“ eine Verschiebung der Trauung in Betracht zu ziehen.

Update 17.03.20

Wichtig:
Die Informationen zum Thema Hochzeit während der Corona-Krise können sich stündlich ändern. Wir versuchen Sie immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Location, Catering, Blumen – viele Personen hängen mit drin. Unternehmen sind aber gerade jetzt flexibel und bestehen nicht immer unbedingt auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Halten Sie Absprache!

In ganz Deutschland stößt man derzeit auf einen Flickenteppich von Regelungen. Standesämter reduzieren die Zahl der zugelassenen Gäste teilweise auf ein absolutes Minimum. Köln lässt bei Trauungen beispielsweise nur das Brautpaar und Trauzeugen zu. Nach Angaben des Städtetags Baden-Württemberg gehen die Personenbegrenzungen so weit, dass nur das Brautpaar anwesend sein darf, da Trauzeugen nicht zwingend vorgeschrieben sind. In einigen Städten werden Hochzeiten auf unbestimmte Zeit verschoben. Zu beachten ist, dass die Regelung der meisten Standesämter aber nur für kommenden Freitag und Samstag gilt. Bei Terminen danach werde neu entschieden.

Stand 16.03.30

Ortsspezifisch
Grundsätzlich entscheidet nach aktuellem Stand jedes Bundesland selbst, welche Auflagen für private sowie öffentliche Feiern gelten. Die Informationen zu den Personengrenzen in Ihrer Stadt entnehmen Sie der Homepage Ihres Landkreises. Von diesem ist es auch abhängig, ob und wie eine Stornierung möglich ist. Beispielsweise dürfen bei Trauungen in Wuppertal ab sofort nicht mehr als zehn Personen anwesend sein. Die unterschiedlichen Beschränkungen gelten auch für die verschiedenen Länder und somit für Auslandshochzeiten.

Der Einzelfall entscheidet
Sagen Sie Ihre Hochzeit aus persönlichen Gründen ab, wie zum Beispiel wegen Angst vor einer Ansteckung, tragen Sie die Kosten zu 100 % selbst. Versicherungen beteiligen sich leider nicht an Kosten, wenn es zu Epidemien oder ähnlichem kommt. Bei einer behördlichen Absage sieht das anders aus. Hier wird nach Ihrem speziellen Fall und verschiedenen Faktoren, wie der Region und dem Grund, entschieden. Über die Stornierung sollten Sie in jedem Fall mit allen gebuchten Dienstleistern sprechen, da nach deutschem Recht zunächst deren Vertrag gilt.

Flitterwochen
Die Zahl der Reisebeschränkungen wächst stetig, viele Flughäfen werden gar nicht mehr angeflogen. Im Reiserecht gibt es eine Unterscheidung zwischen Individualreisen und Pauschalreisen, welche meist erstattet werden. Wir empfehlen eine Rechtsberatung, da es sich bei Corona um eine höhere Gewalt handelt. Entscheidend ist hier auch der Zeitpunkt der Stornierung. Viele Reiseveranstalter zeigen sich glücklicherweise jedoch sehr kulant.

Keine Panik!
Bitte nicht vergessen: Ihre und die allgemeine Sicherheit geht vor. Dies ist eine schwierige Zeit für Brautpaare, aber es ist auch eine Zeit, um mit seinem Partner zur Ruhe zu kommen. Und sicherlich eine Möglichkeit ganz viel neue, wunderbare Hochzeits-Ideen zu sammeln!

Weitere Informationen zur aktuellen Lage in Bezug auf Ihre Hochzeit erhalten Sie hier.
Kategorie:  News Keywords: Braut und Bräutigam Magazin, Coronavirus und heiraten, Maßnahmen, Informationen zum Cornavirus
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