Hochzeit und Corona: Das sagen zwei Bräute

Heiraten in Zeiten von Corona? So hätten sich viele Brautpaare ihren schönsten Tag im Leben sicherlich nicht vorgestellt. Betroffen sind auch Julia Tobeiner, die ihre Hochzeit am 16. Mai in Wien plant, und Michaela Kaimbacher, die am 20. Juni in Klagenfurt Ja sagen will. Warum die Österreicherinnen jetzt trotzdem positiv bleiben, erklären die Beiden im Interview.

Foto-Credit: Julia Tobeiner, Michaela Kaimbacher

1.    Wie geht es euch mit der aktuellen Situation?

Julia: „Letzte Woche war ich noch fertig mit den Nerven. Hätte mir da Jemand diese Frage gestellt hätte ich sicherlich anders reagiert. Diese Woche bin ich schon etwas gelassener, da man die Lage derzeit sowieso nicht ändern kann."

Michaela: „Derzeit bin ich noch positiv eingestellt und zuversichtlich, dass die Hochzeit stattfindet. Wir machen weiter mit der Planung! Gestern haben wir zum Beispiel noch die Dekoration der Vasen besprochen und kleine Gastgeschenke vorbereitet."

2.    Plant ihr die Hochzeit zu verschieben oder in einem kleineren Rahmen zu feiern?

Julia: „Wir haben weiterhin Hoffnung, dass die Hochzeit wie geplant stattfinden kann. Wir warten nun erstmal bis Ostern ab, wie sich die Situation verändert und was passiert. Auf unserer Hochzeit sind auch ältere Gäste eingeladen, die wir natürlich dabeihaben möchten."

Michaela: „Wir haben uns bereits vor 14 Tagen, als das alles mit dem Coronavirus in Österreich losging, um einen Ersatztermin gekümmert. Mit der Kirche und Location haben wir uns glücklicherweise auf einen Samstag im August einigen können."

3.    Wie läuft die Kommunikation mit den Dienstleistern?

Julia: „Gestern habe ich mit dem Standesamt telefoniert. Aktuell sind in Wien fünf Personen, inklusive Brautpaar und Trauzeugen, bei einer Trauung zugelassen. Unsere Location kann derzeit noch nichts Genaueres sagen, da heißt es ebenfalls abwarten. Auch unser Florist kann nicht versprechen, dass die Ware passend geliefert wird."

Michaela: „Die Absprache mit den Dienstleistern lief sehr kulant ab. Ich habe noch nicht mit allen Rücksprache gehalten, aber zum derzeitigen Standpunkt hat nur die Musik an unserem Ersatztermin leider keine Zeit."

4.    Wie lange plant ihr die Hochzeit bereits?


Julia: „Wir planen die Hochzeit bereits seit über einem Jahr, weil wir es gemütlich angehen lassen wollten."

Michaela: „Unsere Planung läuft nun ein Jahr. Die Location mussten wir frühzeitig reservieren. Ich stelle mir eine Vintage-Hochzeit mit rosé-weißen Vasen und Menükarten vor."

5.    Seht ihr in all dem Grau auch etwas Positives? Habt ihr Tipps für andere Brautpaare?


Julia: „Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass es sich bei Corona um eine höhere Macht handelt. Das Wichtigste ist, dass alle gesund bleiben. Bei einer Hochzeit ist man auf viele Dinge angewiesen, wie das Standesamt oder die Location. Im schlimmsten Fall muss man das Datum eben verschieben."

Michaela: „Auf jeden Fall positiv denken! Mein Tipp ist es, mit der Planung weiterzumachen. Die Welt geht ja schließlich nicht unter. Ich würde anderen Paaren wegen des Risikos aber trotzdem raten, nach einem Ersatztermin zu suchen, wie wir es gemacht haben."

Kategorie:  News Keywords: Hochzeit und Coronoa, Coronavirus, Hochzeit wegen Coronavirus verschoben, Heiraten während der Pandemie
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