Ringtraditionen weltweit

Gesegnete Kette
Hinduistische Bräute bekommen in der Regel keinen Ring, sondern ein anderes besonderes Hochzeits-Schmuckstück: eine Halskette, die sogenannte Mangalsutra. Sie wird gesegnet und anschließend der Braut vom Bräutigam angelegt.

Irischer Liebesring
In Irland stecken sich Heiratswillige während der Verlobung oder Trauzeremonie den traditionellen Claddagh-Ring an. Dieser Liebesring zeigt ein gekröntes Herz, das von zwei Händen gehalten wird. Seine Ausrichtung deutet übrigens den Beziehungsstatus des Trägers an: rechts mit vom Träger wegweisendem Herzen = partnersuchend, rechts mit zum Träger hinweisendem Herzen = vergeben, links mit zum Träger gerichtetem Herzen = verheiratet.

Gut behütet
Woran man einen verheirateten Mann im peruanischen Dorf Taquile erkennt? Nicht am Ring, sondern an der Kleidung: Verheiratete Männer tragen überwiegend rote, Junggesellen hingegen rot-weiße Mützen.

Verlobungsparty
In Brasilien ist der Antrag ein kleines Familienevent. Die Familien kommen zusammen, um dabeizusein, wenn der angehende Bräutigam seiner Liebsten die große Frage stellt. In dem Ring, den er ihr an die rechte Hand steckt, stehen übrigens bereits das Hochzeitsdatum und der Name des Bräutigams.

Fußfreuden
Statt eines Traurings am Finger tragen einige indische Bräute einen am Zeh! Dieser spezielle Hochzeitsschmuck heißt Bichiya und symbolisiert, dass sie verheiratet und keine Jungfrauen mehr sind. Ursprünglich trugen die Frauen hauptsächlich silberne Zehenringe, da das Tragen von Goldschmuck eigentlich dem Adel vorbehalten war. Im Laufe der Zeit verbreiteten sich Gold und Diamanten jedoch immer mehr.

Ohne Schnickschnack
Orthodoxe Jüdinnen erhalten während der Trauzeremonie einen schlichten goldenen Ring ohne Gravur und Edelsteine. Hierfür gibt es unterschiedliche Erklärungen – eine davon: Ein schlichter Ring versinnbildliche eine Ehe ohne Unannehmlichkeiten. Der Ring wird der Braut an den Zeigefinger gesteckt. Sie entscheidet dann selbst, wo sie ihn fortan tragen möchte.

Brautkuss
In Weißrussland werden die Eheringe in einen Getreide-Topf gelegt – ein Fruchtbarkeitsritus. Nach der Zeremonie bestreut man die frisch Vermählten als Zeichen eines glücklichen Lebens mit dem Getreide. Mindestens so wichtig wie die Trauringe ist der Kuss, der am Ende einer traditionellen weißrussischen Zeremonie steht. Die Bedeutung? Die Verschmelzung zweier Seelen zu einer. 
Kategorie:  Trauringe & Schmuck,  News Keywords: Brauch, Brauchtum, Trauringe, Schmuck, Eheringe, Ringe, Hochzeitstraditionen, Hochzeitsbräuche, Juwelier Adressen, Trauringhersteller
Verwandte Inhalte
Anmelden
DACH SB Justin Alexander D SB Essense