Wen zur Hochzeit einladen? Tipps zur Gästeliste

Wann beginnt man mit der Gästeplanung? Wer wird eigentlich eingeladen? Und was ist mit unbeliebten Cousins und Arbeitskollegen? Die Gästeliste ist ein brisantes Thema und Basis jeder Hochzeitsplanung. Hier finden Sie wertvolle Anregungen für eine entspannte Gästelisten-Planung.

Die Gästeliste ist ein brisantes Thema und Basis jeder Hochzeitsplanung. Wir haben bei fünf Hochzeitsplanerinnen nachgehakt – Anna Brinkmann von Weddingdesign, Evelyne Schärer von Your Perfect Day, Paula Rys von Die Hochzeitshummel, Svenja Schirk von Freakin‘ Fine Weddings und Daniela Jost von Agentur Traumhochzeit. Das Ergebnis: wertvolle Anregungen für eine entspannte Gästelisten-Planung.

Wann mit der Gästeplanung beginnen?
  • Paula Rys: „Einen ersten Entwurf der Gästeliste sollte man gleich zu Beginn der Planung erstellen, um realistisch budgetieren zu können. Die Gästeliste ist Ausgangspunkt für alle weiteren Schritte, beispielsweise Locationsuche oder Menüwahl. Für Einladungen und Save-the-Date-Karten gilt: je früher, desto besser.“
  • Svenja Schirk: „Eine erste grobe Gästeliste, auf welcher auch markiert ist, wen man im Notfall noch streichen könnte, erleichtert definitiv die Locationsuche!“
  • Daniela Jost: „Das Brautpaar muss sich seiner Prioritäten bewusst sein: Entweder ist ihm die Traumlocation so wichtig, dass es die Gästezahl daran anpasst, oder es werden erst die Gäste festgelegt und dann wird nach einer passenden Location gesucht.“

Wer gehört auf die Hochzeits-Gästeliste?
  • Svenja Schirk: „Alle Menschen, die einem nahestehen und die man mag, gehören auf die Gästeliste. Auch bei der Verwandtschaft sollte man also überlegen, mit wem man wirklich feiern möchte.“
  • Evelyne Schärer: „Im Notfall gibt es immer noch die Möglichkeit, manche Gäste nur zum Empfang nach der standesamtlichen Trauung, andere zur kirchlichen Trauung und zur anschließenden Feier einzuladen – so haben Sie einen etwas größeren Spielraum.“
  • Anna Brinkmann: „Aus meiner Erfahrung ist die Frage, ob auch Kinder eingeladen werden, abhängig von der Art der Hochzeit. Auf einer sehr formellen Veranstaltung mit strengem Dresscode und einem mehrgängigen Menü hätten Kinder sicherlich nicht viel Spaß. Handelt es sich dagegen um eine ganztägige Gutshochzeit mit Außenbereich zum Spielen, ist sie geradezu prädestiniert für ein entspanntes Familienfest.“

Was gehört auf die Gästeliste einer Hochzeit?
  • Svenja Schirk: „Eine Excel-Tabelle lässt sich schnell bearbeiten und hilft nicht nur dem Brautpaar, sondern auch den beauftragten Dienstleistern. Vermerkt werden sollten auf jeden Fall Vor- und Nachnamen der Gäste, Adressen, Telefonnummern, Infos zu Essgewohnheiten und Allergien, Anzahl der Personen, Kinder und deren Alter. Hilfreich ist es, eventuell benötigte Hotelzimmer, Anmerkungen zu Anfahrt und Zu- oder Absagen zu vermerken. Die Beziehung zum Brautpaar oder die Aufgabe ist hilfreich, also ob es sich um Trauzeugen, Blumenmädchen etc. handelt.“
  • Paula Rys: „Sinnvoll ist es, die Liste nach Wichtigkeit zu organisieren – so kann man im Notfall einfacher Gäste streichen. Es empfiehlt sich auch, schon Tischnummern und -plätze zuzuweisen.“

Geheimtipp für die Hochzeits-Gästeliste
  • Anna Brinkmann: „Ich rate allen Brautpaaren, die Gästeliste ganz nach den eigenen Wünschen zu planen. Eine Hochzeit ist ein wahnsinnig emotionaler Tag mit intimen, persönlichen Momenten. Da kann ein unbeliebter Cousin, Kollege oder Chef einfach stören. Der Tag geht für das Brautpaar viel zu schnell vorüber, da ist einfach jeder negative Gedanke zu viel.“
  • Svenja Schirk: „Es ist unwichtig, ob mit 5, 50 oder 500 Gästen gefeiert wird. Es kommt auf die Stimmung an und darauf, dass das Brautpaar sich wohlfühlt und mit den anwesenden Leuten Spaß hat. Laden Sie deshalb nur ein, wer Ihnen wirklich wichtig ist. Heiraten Sie so, wie Sie es möchten!“
  • Daniela Jost: „Stellen Sie sich doch einfach die Frage, mit wem Sie gerne Ihre Silberhochzeit in 25 Jahren feiern würden. Ihr Chef ist keinesfalls dabei? Na, dann streichen Sie ihn von Ihrer Gästeliste!“
  • Paula Rys: „Ein Tipp, der für die gesamte Planung essentiell ist: Stressen Sie sich nicht zu viel! Die Hochzeit ist ein ganz wichtiger Tag im Leben und die Vorbereitungen sollten immer Freude bereiten.“
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