„Duell der Hochzeitsprofis“: Froonck im Interview
Froonck zählt zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Hochzeitsplaner-Szene und stellt sich nun einer neuen Herausforderung: Im ZDF-Format „Duell der Hochzeitsprofis“ tritt er gegen namhafte KollegInnen an und muss sein Konzept direkt vor einem Brautpaar verteidigen, wissend, dass am Ende nur eine Vision realisiert wird. Wir haben mit Froonck über seinen Weg zum Format, seine kreative Arbeitsweise und die Herausforderungen der Reizüberflutung durch Social Media gesprochen und darüber, was ihn seine jahrelange Erfahrung über die Liebe gelehrt hat.
Froonck zählt zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Hochzeitsplaner-Szene und stellt sich nun einer neuen Herausforderung: Im ZDF-Format „Duell der Hochzeitsprofis“ tritt er gegen namhafte KollegInnen an und muss sein Konzept direkt vor einem Brautpaar verteidigen, wissend, dass am Ende nur eine Vision realisiert wird. Wir haben mit Froonck über seinen Weg zum Format, seine kreative Arbeitsweise und die Herausforderungen der Reizüberflutung durch Social Media gesprochen und darüber, was ihn seine jahrelange Erfahrung über die Liebe gelehrt hat.
Wie kamst du zum „Duell der Hochzeitsprofis“ und was hat dich besonders daran gereizt?
„Das ZDF beziehungsweise die Produktionsfirma Redseven Entertainment hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich Lust hätte mitzumachen. Ich war sofort Feuer und Flamme, weil es zum einen endlich mal wieder ein TV-Format ist, zum anderen im ZDF, wo ich schon lange hinwollte. Und drittens ist es ein tolles Hochzeitsformat, das es so noch nicht gab. Es bringt auch eine Challenge mit sich, weil ich mich mit einer Kollegin oder einem Kollegen messe und über unser Schicksal letztlich das Brautpaar entscheidet. Damit begebe ich mich auf gewisses Glatteis, denn ich habe ein Standing in der Hochzeitsszene und mache mich dadurch vergleichbar. Aber genau zu sehen, was beim Brautpaar punktet, was funktioniert, ob man den richtigen Blickwinkel hat und welche Ideen die Konkurrenz hat, fand ich einfach spannend.“
Hast du ein bestimmtes Ritual oder eine Routine, wie du dich auf ein Duell vorbereitest?
„Tatsächlich nicht. Ich versuche, mich zu konzentrieren und noch mal tief durchzuatmen, um positiv zu denken, dass unsere Ideen die besten sind. Da es gleichzeitig ein TV-Dreh ist, bin ich immer sehr aufgeregt und trinke vorher viel, weil man ja präsentiert und Stimme haben muss. Ich versuche, möglichst fehlerfrei alles zu präsentieren. Es ist schon aufregend.“
Du bist immer noch nervös, nach so vielen Jahren Erfahrung?
„Definitiv, ich habe immer noch dieses sprichwörtliche Lampenfieber, und ich hoffe fast, dass es nie weggeht. Viele langgediente TV- & Schauspieler-KollegInnen sagen, das sei ein Beweis dafür, dass man noch voll dabei ist, weil man perfekt sein und das Beste geben möchte. Das bringt automatisch auch Zweifel mit sich, die diese Nervosität nähren. Aber genau daraus entsteht auch ein Adrenalinkick, den man nicht hätte, wenn man mit einer Schulterzucken-Einstellung hingehen würde oder schon abgestumpft wäre. Das zeigt, dass man weiterhin offen und sensibel ist, und das ist in unserem Beruf das Wichtigste.“
Hast du eine ganz persönliche Handschrift bei Hochzeiten, oder ist für dich jede Hochzeit ein individuelles, ganz neues Konzept?
„Grundsätzlich ist es natürlich höchst individuell. Als Handschrift würde ich sagen, dass bei uns immer wieder der perfekte Ablauf und das perfekte Timing herauskommen und geschätzt werden, dazu eine stilvolle, aber gleichzeitig sehr herzliche und entspannte Veranstaltung. Das sind unsere Signature-Parameter. Es wird uns immer wieder zurückgespielt vom Brautpaar und den Gästen, dass alles mit viel Herz organisiert ist, dass wir schnell reagieren, überall präsent sind und dabei immer ein Lächeln zeigen. Diese Ruhe überträgt sich auf das Paar und die Gäste, sodass sie am Ende wirklich stressfrei feiern können. Bei Stil, Ausstattung und Dekoration ist es dann komplett auf das Brautpaar abgestimmt, und vor allem immer harmonisch – ein stimmiges Gesamtkonzept mit Wow-Effekt.
Wie verwandelst du Paarwünsche in ein konkretes Konzept?
„Das ist auch ein bisschen die Frage, wie Kreativität überhaupt entsteht. Zuerst muss man sehr gut zuhören: Was sagt das Paar, aber auch, was sagt es nicht? Was steckt hinter dem Gesagten, welches Gefühl möchten sie ausdrücken, welche Atmosphäre erzeugen? Erst dann beginnt die eigentliche Kreation, also Ideen dazu, wie man diese Stimmung erreicht, welche Farben, Materialien und Stilrichtungen dafür notwendig sind. Dabei schöpfen wir aus allem, was wir bereits realisiert haben, aber auch aus Inspiration von Mode, Interior Design und Kultur. Es beginnt mit einem klassischen Brainstorming, bei dem alles auf den Tisch kommt, was einem spontan einfällt. Danach muss man reduzieren und einen Extrakt herausfiltern, denn nicht alles passt zum Paar, zur Location oder zum Budget. Daraus entsteht wie bei einem Puzzle nach und nach ein Gesamtbild, das dann noch zwei- oder dreimal aus verschiedenen Perspektiven überprüft wird, aus der des Paares und aus der der Gäste. Passt es? Ist es zu viel oder zu wenig? Es darf sich niemand langweilen, aber es darf vor allem auch kein Stress entstehen. Es spielen also unglaublich viele Punkte in die Kreation eines solchen Events hinein.“
Gibt es spezielle Trends, die du aktuell beobachtest, und was hilft Paaren gegen die Reizüberflutung durch Social Media?
„Ich muss sagen, dass ich mittlerweile Trends nicht mehr folge, sondern mich stattdessen voll und ganz auf das Paar konzentriere. Da wird es höchstpersönlich, was zu ihnen passt. Ich rate meinen KundInnen immer, sich von Trends freizumachen, um stattdessen herauszuarbeiten, was ihr innigster Wunsch ist. Das ist bereits ein Prozess, der Zeit und eine Auseinandersetzung innerhalb des Paares braucht: Wie stellen wir uns unsere Hochzeit vor, welchen Stil soll sie haben, ausgelassen, formell, familiär oder traditionell? Was erwarten wir von dem Tag, wieviel Budget haben wir? Das ist mein Appell an die Paare, unabhängig von Social Media zu denken, denn dort sieht man vordringlich den Glamour und das Extravagante, nicht aber, was zum eigenen Budget oder zur eigenen Lebensrealität passt. Wenn ich von Paaren ein Moodboard mit Inspirationsbildern bekomme, geht das oft in viele verschiedene Stilrichtungen. Daraus wirklich ein Konzept und einen roten Faden zu entwickeln, ist eine große Herausforderung. Oft muss ich den Paaren auch sagen, was nicht funktioniert oder nicht ins Budget passt. Das ist im ersten Moment vielleicht eine Enttäuschung, aber ich habe dann immer eine Alternative parat und zeige, wie es anders und besser funktioniert. Meist macht es dann Klick, und sie merken, dass ihnen die neue Idee sehr gut gefällt und sie sich diese auch leisten können.“
Was hat dich der Beruf über die Liebe gelehrt?
„Ich glaube, dass dieses uralte Ritual der Hochzeit auch heute noch seine Berechtigung hat. Viele fragen, warum man überhaupt heiraten muss oder einen Planer benötigt, man könne ja auch Jawort zusammenleben. Aber die Hochzeit ist gerade dazu da, die Liebe zu zelebrieren, sie sich selbst und nach außen bewusst und sichtbar zu machen. Es ist im Grunde das einzige Fest, bei dem man die Liebe wirklich feiert, zusammen mit dem Antrag als Vorstufe. Diese Meilensteine geben dem Leben noch einmal Sinn und machen die Liebe in dem Moment greifbar. Auch das gemeinsame Feiern mit den Liebsten ist eine Qualität, die man im Alltag so nicht hat. An diesem Tag sagt man bewusst: Wir stehen zueinander, wir sind füreinander da. Das ist das Zauberhafte und Besondere daran. Durch die Hochzeit bekommt die Liebe eine Form und einen Namen und wird dadurch unvergesslich, man setzt gewissermaßen einen Erinnerungsstein Das sieht man auch daran, dass die Fotos und Videos ein Leben lang angeschaut und über Generationen weitergegeben werden. Es bleibt etwas von dieser Liebe. Und genau das finde ich so magisch daran.“
Neugierig geworden?
Ab Sonntag, den 6. September 2026, läuft „Duell der Hochzeitsprofis“ jeweils um 14 Uhr in sechs wöchentlichen Folgen im ZDF. Die ersten Episoden sind bereits ab Freitag, den 4. September, um 10.00 Uhr auf zdf.de und in der ZDF-App abrufbar, weitere folgen im Anschluss.