Interview mit Hochzeitsfotografin Annika Geesmann: Mittendrin statt nur dabei
Annika Geesmann, bekannt als „Anni“, ist Hochzeitsfotografin aus Hamburg und in ganz Norddeutschland unterwegs. Ihr Stil ist reportagig und authentisch – sie inszeniert nicht, sondern hält die Momente fest, in denen niemand hinschaut. Im Interview erzählt sie, wie sie Paare vor der Kamera zum Loslassen bringt und warum sie bewusst nicht mit jedem zusammenarbeitet.
Annika Geesmann, bekannt als „Anni“, ist Hochzeitsfotografin aus Hamburg und in ganz Norddeutschland unterwegs. Ihr Stil ist reportagig und authentisch – sie inszeniert nicht, sondern hält die Momente fest, in denen niemand hinschaut. Im Interview erzählt sie, wie sie Paare vor der Kamera zum Loslassen bringt und warum sie bewusst nicht mit jedem zusammenarbeitet.
Magst du dich kurz vorstellen – wer bist du und wie würdest du deinen fotografischen Stil beschreiben?
Ich bin Anni – Hochzeitsfotografin aus Hamburg, unterwegs in ganz Norddeutschland, immer mit Kamera, Kaffee und einem Auge für den Moment, in dem gerade keiner hinschaut.
Mein Stil: authentisch, reportagig, emphatisch. Ich stelle nichts. Wenn ihr tanzt, tanze ich mit euch mit – nur eben mit Kamera in der Hand statt Sekt im Glas.
Wie schaffst du es, dass sich Paare vor der Kamera wohlfühlen und loslassen?
Indem ich keine Regie führe, sondern mitspiele. Ich bin keine stille Beobachterin am Rand, ich bin mittendrin: richte die Schleppe, wenn sie hängt, gebe der überforderten Braut kurz Deckung, wenn die Tante zum fünften Mal ein Foto will.
Wenn du Paaren einen Tipp für die Fotos geben könntest, welcher wäre das?
Vergesst die Kamera. Ehrlich. Ich bin da, ich mach meinen Job – eurer ist es, euch zu lieben, zu lachen, euch gegenseitig auf die Füße zu treten beim Tanzen.
Die besten Fotos entstehen nie, wenn jemand „Bitte lächeln“ sagt, sondern wenn ihr’s einfach vergesst, dass ich da bin.
Gibt es aus deiner Sicht No-Gos bei der Hochzeitsfotografie?
Gestellte Kussfotos vor Sonnenuntergang, bei denen man förmlich das „3, 2, 1, jetzt“ hört. Und Paare zwingen, zwei Stunden ihrer eigenen Hochzeit für Fotos zu opfern.
Ich arbeite nicht mit jedem Paar – nur mit denen, bei denen ich merke: die wollen feiern, nicht performen. Der Rest ergibt sich von selbst.